PROJEKTLISTE
• Bestandsaufnahme der öst. Gewässer:
Die Weiterführung der Bestandsaufnahme der archäologischen Fundstellen in den österreichischen Gewässern, wie sie beispielgebend in den siebziger und achtziger Jahren unter der Leitung J. Offenbergers in Zusammenarbeit mit ambitionierten Sporttauchern durchgeführt wurde, stellt sowohl eine große Herausforderung als auch eine große Verantwortung dar.
Die schon kartierten und unter Schutz gestellten Fundstellen sollen betaucht und etwaige Veränderungen dokumentiert werden. Gewässer, die noch nicht besucht wurden, werden in Erkundungstauchgängen erstmals erforscht
• Juli 1999: Erste Teilnahme von triton am Pfahlbauprojekt Keutschach
Teilnahme an dem österreichischen Pfahlbauprojekt am Keutschacher See:
Unter der Leitung von Dr. Otto Cichocki nehmen mehrere Mitglieder von triton an der Erforschung eines Jungneolithischen Pfahlbaues im Kärntner Keutschacher See teil. In Fortführung von früheren Kampagnen werden großflächig Dendroproben gezogen.
• Oktober 1999: Kontrolltauchgänge in Traunkirchen/Traunsee und Weyregg/Attersee
Als Vorarbeiten zu einer umfassenderen Bestandsaufnahme werden bekannte Stationen betaucht und die Veränderungen der letzten Jahre dokumentiert.
• Oktober 1999: Brückenprojekt in der Enns:
 
Die in der Forschung als römisch geltende Brücke in der Enns zwischen der Stadt Enns und Ennsdorf wird von triton erstmals genau untersucht. Die Vermessung der noch immer existenten Pfeiler und die Entnahme von Dendroproben stehen hier im Vordergrund. Ziel des Projektes ist eine wissenschaftliche Aufnahme der Pfeilerstellungen und die zeitliche Einordnung der Brücke. Spannend ist hier der Kontext zum röm. Legionslager Lauriacum und die Erforschung der Legende des Hl. Florian.
• April 2000: Attersee 2000 - Fortführung der Bestandsaufnahme in den Salzkammergutseen
Die ersten Untersuchungen bei Schörfling bringen neue Ergebnisse und neue Ansatzpunkte zur Pfahlbauforschung.
• Sommer 2000: Fortführung der Erforschung des Keutschacher Pfahlbaues
Modifizierung der Meßmethoden, Probenentnahme und die Entdeckung einer interessanten neuen Holzstruktur.
• November 2000: Bohrprobenentnahme bei Kammer:
Die vielversprechenden Voruntersuchungen im Frühling werden in einer systematischen Bohrprobenentnahme und Prospektionen weitergeführt.
• Frühling 2001: Prospektionen zu zwei möglichen Einbäumen im Klopeiner See
Die Probenentnahme an den spannenden Objekten bringt das überraschende Ergebnis, daß erstmals in Österreich ein Einbaum aus der römischen Kaiserzeit gefunden worden ist. Der zweite Einbaum ist in das 18. Jahrhundert datiert.
• Sommer 2001: Fortführung der Erforschung des Keutschacher Pfahlbaues
Erosionsprozesse beschleunigen das Freispühlen der im Sommer 2000 gefundenen Holzkonstruktion. Die Datierung bringt ein unerwartetes Ergebnis: erstmals ist die Hallstattzeit im Keutschacher See nachgewiesen. Weitere Untersuchungen an dem Objekt werden 2002 folgen.
• November 2001: Sicherung des römerzeitlichen Einbaumes im Klopeiner See
Die ungünstige Lage des römischen Einbaums zwingt zu einer Bergung. Da die Zukunft des wichtigen Fundes noch ungewiss ist, verbleibt der Einbaum gesichert unter Wasser.
• Mai 2002: Die Bergung des römerzeitlichen Einbaumes im Klopeiner See
Nachdem die Bedingungen der Konservierung geklärt sind, kann der römische Einbaum an die Oberfläche gebracht werden. Damit wurde die Entscheidung gefällt, den Einbaum einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und nicht nur Tauchern den Anblick dieses einzigartigen Fundes zu gönnen.
• Juni 2007: Die Bergung des Einbaumes aus dem Wörthersee
Nachdem der Einbaum neuerlich lokalisiert wurde und alle notwendigen Vorbereitungen getroffen wurden, kam es am 08. Juni 2007 zu der Bergung des Bootes. Der Fundort wird stark von Tauchern frequentiert, die auf der Suche nach Kriegsrelikten sind. Dieses illegale Treiben stellt generell für archäologische Funde unter Wasser eine Gefahr dar.
• September 2007: Beginn der Recherchen zum K&K-Dampfschiffhafen Wien
Ein Team von Wissenschaftern der Triton-Gesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht die ehemalige Dampfschiffstation an der Alten Donau zu untersuchen. Mit High-Tech-Verfahren soll diesem Kapitel der Donauschifffahrt auf die Spur gekommen werden.
• Jänner 2008: Scanprojekt des Einbaumes aus dem Wörthersee
Der Einbaum aus dem Wörthersee wurde Anfang des Jahres einem digitalen Scan unterzogen. Derzeit werden die Daten ausgewertet und zu einem 3D-Modell zusammengesetzt. Dieses steht dann zu weiteren Forschungszwecken zur Verfügung. Es ist somit nicht mehr notwendig den Einbaum nochmals aus dem Konservierungsbecken zu heben.