| KONTROLLTAUCHGÄNGE IN TRAUNKIRCHEN / TRAUNSEE UND |
| WEIREGG / ATTERSEE IM OKTOBER 1999 |
| auf Einladung von Herrn J. Offenberger |
| Traunkirchen/ Traunsee (Oberösterreich) |
| Der von Traunkirchen aus ostwärts in den See verlaufende "Unterwassersporn" von 50 bis 60 m Länge ist seit dem Frühjahr 1981 als urgeschichtliche Siedlungsstelle bekannt. Anfang Oktober 1999 wurde die neolithische bzw. hallstattzeitliche Siedlung auf Einladung von Herrn Offenberger durch vier Taucher der Österreichischen Gesellschaft für Feuchtboden- und Unterwasserarchäologie triton in W- O Richtung im Abstand von je 2 m zueinander betaucht, wobei alle 10 m eine manuelle Bodenuntersuchung durchgeführt wurde. Dabei konnte festgestellt werden, daß kaum Pfähle oder Holstücke an der Oberfläche zu erkennen sind, wie sie Offenberger 1981 finden konnte. Oft, vor allem in ufernähe, steht der nackte Fels direkt unter einer dünnen Seekreideschicht an, aber auch die natürliche Sandschicht erweist sich als zu hart, um ohne Hilfsmittel in den Untergrund zu vorzudringen. Kulturschichten konnten sowohl oberflächlich als auch bei den Eingriffen kaum beobachtet werden. Der Sporn ist über weite Teile mit Vegetation überzogen, sodaß in diesem Fall auf größerflächige "Rupfungen" verzichtet wurde. Eine durch einen aufgelaufenen Dampfer entstandene Rinne 4,5 m vor der Ufermauer zeigt sich heute bereits als stark überwachsene seichte Mulde, von kaum mehr 40 cm Tiefe. Die an den "Profilen" untersuchte und danach abgedeckte Kulturschicht konnten ebenfalls noch lokalisiert werden, wurde aber wieder mit Steinen vor weiterer Ausspühlung geschützt. An Funden konnten neben einigen spätmittelalterlichen Utensilien und neuzeitlichem Material nur wenige, nicht aussagekräftige urgeschichtlichen Scherben gemacht werden. |
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| Weyregg/ Attersee (Oberösterreich) |
| Die römische Holzkonstruktion in Weyregg, wobei es sich wahrscheinlich um eine Hafenanlage handeln dürfte, zeigt sich auch heute noch in gutem Zustand. Günstigerweise liegt das Gebiet nicht unter der nahen Anlegestellen für Segelboote. Die Anlage ist zur Gänze mit Seegras überwachsen. Während eines einzelnen Tauchganges konnte die gesamte Struktur abgetaucht werden. |
| Ein unterschiedliches Bild bietet die benachbarte neolithische Pfahlbaustation, die direkt unter einem Landungssteg der Attersee Schiffahrt liegt. Zum Erstaunen zeigte sich, daß der Landungssteg, einer langjährigen Forderung des BDA entsprechend, nun doch weiter in den See hinaus verlegt wurde, sodaß das Pfahlfeld nicht direkt in der Fahrtrinne liegt und der Ausspühlung preisgegeben wird. Durch die Versetzung der Anlegestelle hat sich binnen kurzer Zeit (innerhalb eines Jahres) eine dicke Schicht Seegras, aber auch angeschwämmte kleine Äste, Laub udg., über die Pfahlbaustation gelegt, sodaß es schwer ist, durch das Gewirr von Ästen an die ehemals bereits freigespühlte Kulturschicht zu gelangen. Weder Funde noch eine Kulturschicht konnten entdeckt werden, was einen guten Gradmesser für den Schutz der Fundstelle durch die Äste bietet. |
| (© C.S.) |